Die Spargelsaison im Knoblauchsland ist eröffnet
Weißes Gold aus der Region

Menschen auf dem Spargelfeld mit PresseZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Pünktlich zum warmen und sonnigen Wetter wurde am 15. April 2026 die Spargelsaison im Knoblauchsland eröffnet.

3. Bürgermeister Dietmar Helm vollzog den ersten Spargelstich auf dem Spargelfeld des Betriebs Schindler Gemüsebau in Fürth. Ihm zur Seite standen die Knoblauchsländer Spargelprinzessin Vanessa Brunner und die fränkische Spargelkönigin Luisa Häring, die ebenfalls aus dem Knoblauchsland stammt. Die Bio-Königin Anna-Lena II. und die bayerische Meerrettichkönigin Janina I. wohnten der Zeremonie ebenfalls bei.

Spargelspitzen ragen aus dem FeldZoombild vorhanden

Die Spargelernte kann beginnen © Annja Herrmann (AELF FU)

Die Spargelspitzen ragten schon deutlich aus der Erde als Martin Schindler einen Streifen seines Spargelfeldes für die Ehrengäste freilegte. Im Hintergrund wurde auf dem Feld auch schon fleißig der frische Spargel mit Hilfe von Spargelspinnen geernet. Begleitet von zahlreichen Pressevertretern wurde offiziell der neue Spargel der Saison 2026 gestochen. Dietmar Helm, 3. Bürgermeister der Stadt Fürth, ließ sich von den Hoheiten die Verwendung des Spargelstechers zeigen. Seine gebogene Klinge ermöglicht es die Spargelstange präzise und schonend aus dem Boden zu holen ohne die Pflanze oder nachwachsende Spargelstangen zu beschädigen. Mit jedem Stich klappte es dann auch besser. Stolz zeigte Herr Helm seine Spargelstangen den Pressevertretern.
Gruppe mit Spargelprinzessin und Spargelkönigin

Der erste Spargel ist gestochen. © Annja Herrmann

Nach dem Spargelstich und zahlreichen Interviews ging es weiter zum Gasthof Weigel, wo der Stellvertretende Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Thomas Schneider, die Gäste begrüßte. Er betonte, dass es wichtig sei, den Verbrauchern die regionale und damit Frischequalität des Knoblauchländer Spargels nahe zu bringen, denn die Verunsicherung aufgrund steigender Lebenshaltungskosten lasse viele zum etwas billigeren Spargel aus dem Ausland greifen oder sie verzichteten ganz auf den Genuss des vitaminreichen Gemüses. „Gerade heute ist es wichtig, die Vorzüge und Vorteile von regionalem Gemüse dem Verbraucher immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. „Unser Spargel ist frisch, oft am gleichen Tag auf dem Feld gestochen und am Abend schon auf dem Tisch!“, betonte Thomas Schneider. Dietmar Helm betonte die Bedeutung des Knoblauchlandes als Wirtschaftsfaktor für die Städte Fürth und Nürnberg und wünschte den Spargelbetrieben guten Ertrag und eine gute Vermarktung. Der 1. Vorsitzende des Gemüseerzeugerverbandes Knoblauchsland e.V. Christian Hofmann wies auf die Herausforderungen für die Gemüseanbauer im Anbaujahr 2026 hin: hohe Energiepreise, Mindestlohn und die unsichere wirtschaftliche Lage, forderten Produzenten heraus. Nicht alle Erzeugerkosten könnten auf den Knoblauchsländer Spargel umgesetzt werden, dennoch „blicken wir positiv in das Anbaujahr. Und das Wetter hat bisher auch gepasst.“, so Christian Hoffmann. Auch die Gemüsepflanzen in den Gewächshäusern stünden aufgrund des hellen Frühjahrs gut da und ließen auf ein gutes Erntejahr schließen.
„Spargel ist die Speerspitze des Gemüsebaus“
Dr. Herber Siedler, Behördenleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim, begrüßte als Mitveranstalter der Eröffnung der diesjährigen Spargel- und Gemüsesaison ebenfalls alle Anwesenden. Er hob hervor, dass „im Spargelanbau viel Arbeit steckt und das „königliche Gemüse“ sein Geld in jeder Hinsicht wert ist“. Dies positiv zu vermarkten sei die jährliche Herausforderung.
Symbol für Frühling, Genuss und Regionalität
Vanessa Brunner oblag es als Knoblauchsländer Spargelprinzessin den Gästen die Vorzüge des regionalen Spargels schmackhaft zu machen:
  • Regionaler Spargel
  • Frische ist das Wichtigste
  • Der Spargel muss "quietschen", wenn man ihn aneinander reibt
  • Die Spargelenden dürfen nicht trocken sein
  • Spargel ist kalorienarm mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen
Teller mit Spargel, Kartoffeln, Schinken und BratwurstZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Davon konnten sich die Gäste im Anschluss gleich überzeugen und sich ein Menü mit frischem Spargel munden lassen.