Im Knoblauchsland
Unwetter mit Hagel vernichtet große Teile der Freilandanbaus
Zoombild vorhanden
© Uta Hübner (AELF FU)
Am Abend des 14. und 17. Juli überzogen massive Unwetter- und Hagelereignisse das Gebiet rund um das Knoblauchsland. Die schweren Stürme und Regenfälle hinterließen eine Schneise der Verwüstung.
Die erste Hagelschneise betraf das Gebiet von Vestenbergsgreuth bis zum nördlichen Nürnberg und in der Verlängerung noch Teile des Nürnberger Umlandes. Im Knoblauchsland waren die Ortschaften Kraftshof, Neunhof, Buch, Höfles, Almoshof, Lohe, Sack und Ronhof betroffen. Diese wurden auch beim zweiten Unwetter wiederum extrem in Mitleidenschaft gezogen. Zusätzlich wurden die Ortschaften Vach, Steinach und Hüttendorf geschädigt.
Zoombild vorhanden
© Uta Hübner (AELF FU)
Dies kann in viehhaltenden Betrieben in diesem Gebiet zu Futtermangel führen.
Zoombild vorhanden
© Uta Hübner (AELF FU)
In Dauerkulturen wie Rhabarber und Spargel sind große Schäden zu verzeichnen. Das wahre Ausmaß wird sich hier allerdings erst im nächsten Jahr zur Erntezeit zeigen. Auch die im Freiland angepflanzten Lagergemüse wie Rote Beete, Sellerie, Zwiebeln und Kartoffeln sind zerstört.
Für Neuansaaten/Neupflanzungen ist es bei vielen Gemüsesorten zu spät, was den kompletten Ernteausfall für dieses Jahr zur Folge hat. Die Ernte ganzer Kulturen fallen somit aus.
Zoombild vorhanden
© Uta Hübner (AELF FU)
„Wenn man an die ganze Arbeit denkt, die man schon hinein gesteckt hat, könnte man nur noch weinen“, sagt einer der Anbauer.
Das Wetter zeigte sich an den Tagen danach zwar von seiner besten Seite, die Sonne schien und ein blauer Himmel überzog die Gemüsefelder. Doch diese sind verwüstet. Der Sturm hat alles Grün hinweggefegt, das Wasser hat die Pflanzen entwurzelt und weggeschwemmt. Der Frust bei den Gemüsebauern ist hoch. Es herrscht eine depressive, niedergeschlagene Stimmung. Manch einer denkt beim Anblick der zerstörten Felder ans Aufhören: „90 % der Betriebsproduktion ist kaputt! Game over!“

