Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestände zum Thema Naturverjüngung und Eichelsaat

Nur einen fünfminütigen Fußweg voneinander getrennt liegen zwei sehr empfehlenswerte Bestände.
Der Bestand "Naturverjüngung" enthält eine bedachte Anreicherung durch Trupp-Pflanzung und Nelderräder. Die dortigen klimatolerante Baumarten sind die Stieleiche, Walnuss, Edelkastanie, Vogelkirsche, Hainbuche, Feldahorn. Der Bestand "Eichelsaat" besteht aus den klimatolerante Baumarten: Stiel- und Traubeneiche, Rotbuche
Bestand 1: Naturverjüngung
Bestandsbeschreibung
- 130 jähriger Kiefernbestand mit starken Randeichen
- Eichen-, Aspen-, Kirschen-Zwischenschicht
- Kiefer in Auflösung begriffen
- Im Zaun starke Naturverjüngung aus Eiche, Vogelkirsche, Aspe, Vogelbeere
- Anreicherung der Naturverjüngung mit 3 Trupps aus Walnuss mit Hainbuche gepflanzt Herbst 2019
- drei Nelderrädern aus Edelkastanie und Hainbuche gepflanzt im Frühjahr 2022
Standort
Mäßig trockener, schluffiger Sand, eher basenarm, aber Stickstoffzeiger vorhanden.
Entwicklungsziel
Eichen-Mischbestand aus Eiche, Vogelkirsche, Walnuss, Edelkastanie, Hainbuche, vereinzelt Spitzahorn und Kiefer aus Naturverjüngung.
Hauptaufgabe
Etablierung und Sicherung der Verjüngung und Baumartenanteile. Ausreichende Lichtgabe.
Lageplan und Anfahrtbeschreibung
Fahren Sie in Schwarzenbach vor dem Ortsausgang Richtung Sterpersdorf, links auf den Flurbereinigungsweg vor den letzten Häusern und ungefähr 500 m immer gerade Richtung Wald und in den Wald hinein. An den Beständen sehen Hinweisschilder.
Bestand 2: Eichelsaat aus dem Jahr 1999
Bestandsbeschreibung
- 23 jährige Eichendickung mit einzelnen Rotbuchen sowie Kiefer, Fichte und Vogelbeere aus Naturverjüngung
- Im Nordosten befindet sich ein Weißtannenstreifen in einer feuchten Mulde am Unterhang
- Es steht noch ein lockerer Schirm aus Altkiefer, teilweise absterbend
Standort
Im Südwesten teils flachgründige schluffige Sande, eher basenarm. Nach Norden zunehmend lehmige Sande über Ton und stärker werdenden Stauwassermerkmalen. Gute Basenversorgung.
Bestandsgeschichte
1999 gab es eine starke Eichelmast. Auf einer Fläche von 1,1 ha wurden 750 kg Eicheln mit einem Weinbergschlepper unter einen 100 jährigen Kiefernbestand eingefräst. Die Mulde im Norden war nicht maschinenbefahrbar. Dort wurden 100 Weißtannen im flexiblen Verband zu vereinzelter Eichen-Hähersaat gepflanzt. Nach der Saat folgte eine starke Duchforstung mit 150 fm Entnahme. Die Saat lief sehr gut auf. Nach 6 Jahren wurde über der kniehohen Eiche abermals nachgelichtet - Entnahme 80 fm. 2015 weitere Rücknahme des Kiefern-Altholzes um 50 fm. Im Anschluss Hiebspflege und Jugendpflege.
Nächste Schritte
- Räumen der Altkiefer bis auf wenige Biotopbäume
- Hiebsschäden nutzen zum Einbringen von Schattlaubhölzern mit Einzelschutz
- Gute Eichen vorsichtig, aber stetig fördern
Entwicklungsziel
- Eiche und Tanne vital erhalten
- Nebenbestandsbaumarten einbringen
- Mischungselemente Buche Spitzahorn, Vogelbeere und Kiefer aus Naturverjüngung sichern
Hauptaufgabe
- Schattbaumarten einbringen
- Mischung erhöhen (Hainbuche, Winterlinde im Nordosten)
- Eiche und Tanne vital erhalten durch wiederkehrende Pflegeeingriffe (alle 4 bis 5 Jahre)
Lageplan und Anfahrtsbeschreibung
Vom Bestand 1 der Forststraße weiter folgen. Nach etwa 250 m auf der rechten Seite eine Eichendickung. Der Musterbestand wir im Westen durch einen Erdweg, der rechts von der Forststraße abzweigt begrenzt. Hier finden Sie ein Hinweisschild.
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