"Wir brauchen jede Pflanze und jeden Baum!"
54 Nachwuchskräfte im Gartenbau und der Floristik in Regensburg freigesprochen

Menschen auf einer Bühne vor einer LeinwandZoombild vorhanden

Zierpflanzenbau
© Annja Herrmann (AELF FU)

Das Ambiente könnte passender nicht sein: Der Innenhof des BSZ Regensburger Land zeigte sich im Juli 2027 von seiner grünsten Seite.

Um den Gartenteich mit blühenden Seerosen gruppierten sich im Wechsel mit bunt bepflanzten Beeten zahlreiche Tischgruppen, an denen bereits viele Auszubildende mit ihren Familien und Freunden Platz gefunden hatten. Zwei große Bäume beschatteten die „Naturwaldbühne“ mit ihrer Leinwand und ein Beamer kämpfte mit dem Abendlicht, um seine Präsentationen für alle sichtbar zu machen. Die vielen Hummeln und Bienen an den Blüten ringsum ließen sich von dem Getummel der Leute nicht beirren und sammelten emsig ihren Nektar – Blüte für Blüte.

Das Duo Julia Bauer und Klaus Flossmann vom BSZ untermalten die Gespräche der Gäste mit Musik am Keyboard und an der Gitarre. Die Moderation übernahmen Schulleiter Robert Troidl und Dr. Antje Eder, Abteilungsleiterin Gartenbau und Floristik im Wechsel. Sie freuten sich sehr, dass sie auch in diesem Jahr so viele junge Menschen erfolgreich ins Arbeitsleben entlassen können.

Mehrere Personen stehen zu einer Gruppe zusammen

Absolventen GaLaBau, Oberpfalz

Mehrere Personen stehen zu einer Gruppe zusammen

Absolventen Floristik, Oberpfalz

6 Personen stehen nebeneinander

Besten im GaLaBau, Oberpfalz 2026

5 Personen stehen nebeneinander

Beste im Zierpflanzenbau, Oberpfalz

3 Personen stehen nebeneinander

Beste Prüfungswerkstücke Floristik, Oberpfalz

Mann am MikrofonZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

„Coole Location“
Die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen konnten bei einem ganz besonderen Projekt Ende Juni/Anfang Juli dieses Jahres mitwirken: Anlässlich des Jubiläums zu „750 Jahre gotischer Dom St. Peter in Regensburg“ verwandelten die Auszubildenden der Fachbereiche Gartenbau und Floristik den Dom in einen „blühenden Dom“ mit 1.600 Topfpflanzen aus dem eigenen Gewächshaus und 3.000 Schnittblumen. Troidl zitierte einen der jungen Floristen, den ein Fernsehsender während der Arbeit in 4 Metern Höhe interviewt hatte: „Ich habe noch nie in einer so coolen Location gearbeitet!“
Das Engagement und den Fleiß sollten sie weiterhin beibehalten, so Troidl und als besonderen Tipp gab er ihnen mit auf den Weg: „Versuchen Sie jedes Jahr ein Buch zu lesen, aus dem Sie Ideen und Kreativität schöpfen können.“
Frau an einem Pult mit Mikrofon

© Annja Herrmann (AELF FU)

„Wir brauchen Leute, die mit Händen etwas erschaffen“
Die stellvertretende Landrätin des Landkreises Irmgard Sauerer verwies auf das nötige Talent, das für so einen Beruf benötigt wird, da es ohne Kreativität und handwerkliches Geschick im grünen Beruf nicht geht. Sie zitierte einen emeritierten Professor der TU München: „Wir brauchen wieder mehr Leute, die mit den Händen etwas erschaffen.“ Und sie betonte: „Gerade bei den immer höheren Temperaturen wird jedes Grün und jeder Baum benötigt. In der Stadt und auf dem Land.“
Frau hält eine RedeZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

„Bewahren Sie sich das, was Sie heute hierhergebracht hat!“
Uta Hübner, Abteilungsleiterin Gartenbau am AELF Fürth-Uffenheim – zuständig auch für die Oberpfalz -, beglückwünschte alle Absolventen zu ihren Leistungen: „Sie dürfen, Sie müssen nun Verantwortung übernehmen. Bewahren Sie sich das, was Sie heute hierhergebracht hat: die Begeisterung für Ihren Beruf und haben Sie den Anspruch, jeden Tag etwas Lebensqualität mit Ihrem gärtnerischen Gestalten zu schaffen.“
Grüne und blühende Landschaften seien wichtig für das Klima und den Menschen: Messungen zeigten, dass eine Asphaltfläche im Sommer im Schnitt eine Temperatur von ca. 45 Grad Celsius habe, eine gemähte Rasenfläche weise immerhin nur noch ca. 40 Grad Celsius auf. Eine Blühwiese senke die Temperatur aufgrund der Verdunstungskälte der Pflanzen auf bis zu 33 Grad Celsius.
Gruppe von jungen Menschen auf einer Bühne im FreienZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Freisprechung der Nachwuchskräfte Oberpfalz
Die Absolventinnen und Absolventen erhielten ihre Zeugnisse und Berufsurkunden. Die drei Besten aus den Bereichen Zierpflanzenbau und Garten- und Landschaftsbau wurden besonders ausgezeichnet. Für den Zierpflanzenbau waren es in diesem Jahr Jeremias Bauer, Lea Bauer und Paula Schulke. Im Garten- und Landschaftsbau erhielten Christian Vogel, Kilian Haala und Annika Renner Auszeichnungen für ihre Bestnoten. Bei der Floristik wurde Nicole Egeler für die besten Prüfungswerkstücke prämiert.
Im Anschluss bat Bernd Fischer, Bezirksvorsitzender der Oberpfalz des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes e.V., nochmal alle Absolventinnen und Absolventen auf die Bühne und übernahm die offizielle Freisprechung.
2 Menschen mit eine UrkundeZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Ehrung von Thomas Huber für seine Verdienste in der Ausbildung im Bereich GaLaBau
Uta Hübner, AELF Fürth-Uffenheim, hatte die Ehre, Thomas Huber für seine langjährige Ausbildertätigkeit und sein Engagement in diversen Ausschüssen mit der Ehrenurkunde des Staatsministeriums, unterschrieben von Staatsministerin Michaele Kaniber, zu überreichen. Das Ministerium würdigt damit sein hervorragendes Engagement für die Ausbildung und Prüfung von Nachwuchskräften in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Huber unterstützt seit vielen Jahren mit Tatkraft und Leidenschaft die Belange des Gartenbaus.