Naturwald Bayern
Naturwald Irrhain
Auf 80.000 Hektar entwickeln sich Wälder unbeeinflusst von menschlicher Bewirtschaftung. Sie bieten der Wissenschaft interessante Forschungsobjekte und dem Naturfreund die Gelegenheit für spannende Naturbeobachtungen. In unserem Amtsgebiet gibt es auf 378 Hektar Naturwald-Gebiete. Wir werden sie hier nach und nach vorstellen.
Der Irrhain nach dem Sturm: Naturwald im Wandel
©Kowollik
Der Irrhain ist für seine teils mehr als 400 Jahre alten Eichen mit bizarren Wuchsformen bekannt. Seit 2020 sind 1,55 Hektar als Naturwald ausgewiesen. Aus diesem Grund finden dort, abgesehen von Verkehrssicherungsmaßnahmen und aus Waldschutzgründen, keine forstwirtschaftlichen Maßnahmen mehr statt.
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Ein Gewittersturm hat im Juli 2026 zahlreiche jahrhundertealte Eichen schwer beschädigt oder mitsamt ihren Wurzeltellern umgeworfen. Soweit die Verkehrssicherung es erlaubt, bleibt das Sturmholz als Lebensraum für Pilze, Insekten und andere Organismen im Wald. Auf den entstandenen Lichtungen können sich neue Pflanzen und junge Bäume entwickeln.
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Im Irrhain lassen sich natürliche, urwaldähnliche Entwicklungsprozesse beobachten. Abgestorbene Bäume zerfallen, geben Nährstoffe an den Boden ab und schaffen Raum für neue Pflanzen und Bäume. So zeigt der Naturwald, wie sich Wälder unter veränderten Klimabedingungen auf Stürme, Trockenheit und andere Wetterextreme einstellen.
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Der Name „Irrhain“ erinnert an seine frühere Nutzung als „Poetenwäldchen“ durch den Pegnesischen Blumenorden. Im Jahr 1681 wurde dem Orden ein Teil des Eichenwaldes „zu ewigem Lehen“ überlassen. Bis heute verbindet der Irrhain Natur-, Kultur- und Literaturgeschichte.
Akute Lebensgefahr – Irrhain gesperrt
Der Irrhain darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Nach den schweren Sturmschäden können jederzeit Äste abbrechen, Bäume umstürzen oder Wurzelteller kippen. Bitte beachten Sie die Absperrungen und das Betretungsverbot.

