Workshops und Informationsveranstaltungen
Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen

Gerade im Alter kann die Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit ausüben und damit das Wohlbefinden und die Lebensqualität fördern.

Beim Thema Verpflegung in stationären Einrichtungen tauchen immer wieder spezielle Frage- und Problemstellungen auf. In den Einrichtungen leben meist pflegebedürftige Menschen mit verschiedenen Gebrechen und Krankheiten. Eine bedürfnis- und bedarfsgerechte Verpflegung ist eine große Herausforderung. Wir bieten Ihnen hierzu Veranstaltungen an, die sich in Theorie und Praxis an Küchenleiter und Verpflegungsverantwortliche sowie Heim- und Pflegedienstleiter richten.

Mangelernährung

Mangelernährung im Alter

Faltige Hände liegen in jungen Händen; Schriftzug Online-Seminar

© Africa-Studio - fotolia.com

Mangelernährung ist in stationären Senioreneinrichtungen weit verbreitet. Wie entsteht Mangelernährung? Was sind Ursachen und mögliche Folgen? An welchen Nährstoffen mangelt es besonders häufig? Was kann man dagegen tun?
In unserem Online-Seminar wollen wir diesen Fragen auf den Grund gehen. Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie Sie in Ihrer Einrichtung gemeinsam – Küche, Pflege, soziale und hauswirtschaftliche Betreuung – gegensteuern können. Sie erhalten Anregungen und Praxistipps, wie sich Speisen einfach und wirkungsvoll mit Energie und Nährstoffen ergänzen lassen, um betroffene Bewohner gut zu versorgen und wie Sie die Verpflegung für alle Bewohner nährstoffreich gestalten können, um einer Mangelernährung möglichst vorzubeugen.
Hinweise

Für die Teilnahme benötigen Sie einen Computer oder Laptop mit guter Internetverbindung, auf dem ein aktueller Webbrowser (Firefox, Chrome, Safari oder Edge) installiert ist. Bitte beachten Sie, dass auf einem Smartphone oder Tablet die Präsentation nicht so gut mit zu verfolgen ist – außerdem treten hierbei immer wieder technische Probleme auf. Über ein Mikrofon (integriert oder z.B. als Headset) können Sie sich während des Seminars mündlich beteiligen. Alternativ ist eine schriftliche Beteiligung über den Chat möglich.
Falls Sie nicht über die genannten Ausstattungen verfügen, besteht auch die Möglichkeit, sich über ein Telefon in das Seminar einzuwählen und zuzuhören.
Wir arbeiten im Online-Seminar mit dem Programm Cisco-Webex.
Die Zugangsdaten sowie weitere Informationen zum Ablauf des Online-Seminars erhalten Sie vor der Veranstaltung per Mail.

Speiseplanung

Speiseplanung für Senioren – ein Spagat im Küchenalltag

Seniorin und Koch sprechen über ausgebreiteten Speiseplan
Sie legen Wert auf eine gesundheitsförderliche, abwechslungsreiche und schmackhafte Verpflegung und wollen das Speisenangebot Ihrer Einrichtung optimieren? Sie möchten die kritischen Punkte erkennen und neue Anregungen erhalten? Dann sind Sie bei diesem Workshop genau richtig. Wir stellen verschiedene Checklisten zur Speiseplanbewertung vor und besprechen deren Einsatz. Gemeinsam werden Verbesserungsvorschläge gesammelt und Ideen für die praktische Umsetzung erarbeitet. Dabei betrachten wir vor allem das Speisenangebot für die rüstigen Senioren, die noch keine Sonderkostformen benötigen. Auch die Schwierigkeiten bei der Speiseplanung und der tägliche Spagat zwischen Kosten und Anforderungen werden Thema sein.
Es bleibt außerdem Zeit zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Unser Workshop

  • erläutert Grundlagen der Speiseplanung in Anlehnung an den Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
  • zeigt wie der eigene Speiseplan mit Hilfe von Checklisten bewertet werden kann.
  • gibt Impulse zur praktischen Umsetzung von neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen.
  • bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit Fachkolleginnen und -kollegen.

Diesen Workshop bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage wieder an.

Dysphagie

Genussvoll essen bei Kau- und Schluckstörungen

Fleisch mit Kartoffelpüree und Gemüse
Die Verpflegung von Menschen mit Kau- und Schluckstörungen, auch im Zusammenhang mit Demenz, fordert Verpflegungsverantwortliche und Einrichtungen zunehmend heraus. Etwa 30 bis 40% der Pflegeheimbewohner und ca. 50% der Patienten mit neurologischen Erkrankungen sind von Dysphagie betroffen. Allerdings bleibt dies bei mehr als der Hälfte der Fälle unerkannt. Mangelernährung, Atemwegsinfekte und Lungenentzündungen können die Folgen sein.
Mit geeigneten Kostformen und pflegerischer Unterstützung können Sie Ihren Bewohnern/Patienten attraktive Mahlzeiten anbieten, das Essen und Trinken erleichtern und so die Lebensqualität verbessern.

Rückblick

Im Juni 2018 veranstaltete das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Mittelfranken den interdisziplinären Workshop "Genussvoll essen bei Kau- und Schluckstörungen". 22 Fachkräfte aus den Bereichen Küche, Hauswirtschaft und Pflege vertieften ihr Wissen in Theorie und Praxis am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth.
Komplexer Vorgang Schlucken
Ingrid Visser, Lehrlogopädin an der Berufsfachschule für Logopädie der Uniklinik Erlangen, referierte über den komplexen Vorgang des Schluckens. Anhand von Filmen zeigte sie anschaulich den Schluckvorgang bei gesunden Menschen und bei einem Schlaganfallpatienten. Dabei ging sie besonders auf die Gefahr der Aspiration ein, also wenn Speisebrei beim Schlucken nicht in die Speiseröhre sondern in die Luftröhre gelangt. Diese Fehlleitung führt zu den gefürchteten Lungenentzündungen, eine der häufigsten Folgen einer (nicht erkannten) Dysphagie neben Mangelernährung, Gewichtsverlust und Austrocknung.
Küchenpraxis mit Herbert Thill
Herbert Thill, Heimkoch und smoothfood-Experte, bereitete attraktive, sinnliche und sich zu schluckende Gerichte zu, die mit den früher gegebenen Einheitsbreien nichts mehr zu tun hatten. Stattdessen kommen heute Spritzbeutel, Formen oder Aufschäumer zum Einsatz, um die pürierten und passierten Speisen wieder in Form zu bringen und optisch so anzurichten, dass sie Lust aufs Essen machen.

Diesen Workshop bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage wieder an.

Demenz

Ernährung von demenzkranken Menschen

Teller mit Hähnchenschnitzel, Gemüse, Tomatensauce und Kartoffelgratin
Fast 20 % der über 65-Jährigen leiden heute schon an Demenz. In stationären Senioreneinrichtungen sind rund 50 % der über 85-Jährigen an Demenz erkrankt. Für die Pflege und Verpflegung demenzkranker Menschen brauchen Verantwortliche viel Einfühlungsvermögen und spezielles Know-how. Gerade im Bereich der Ernährung können wir heute viele Erleichterungen bieten und so die Lebensqualität verbessern. Wir möchten Sie an diesem Nachmittag für das Thema sensibilisieren und anhand von Praxisbeispielen aufzeigen, wie die Verpflegung bei Demenz aussehen kann.

In unserem interdisziplinären Workshop

  • erhalten Sie Informationen zum Erkrankungsbild und den damit einhergehenden Veränderungen im Ernährungsverhalten.
  • erfahren Sie, welche Einschränkungen demenzkranke Menschen im Bereich der fünf Sinne (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen) beim Essen haben und wie wichtig daher das Essen und Trinken mit allen Sinnen ist.
  • bereiten Sie in der Küche geeignetes Fingerfood zu und diskutieren Einsatzmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile.
  • nehmen Küchen-, Pflege- und Betreuungskräfte gemeinsam teil, um die Zusammenarbeit in der Einrichtung zu optimieren.

Mitmach-Stationen zum Thema "Essen und Trinken mit allen Sinnen"

Rückblick

Im April 2018 lud das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Mittelfranken zweimal zum interdisziplinären Workshop "Ernährung bei Demenz – Essen und Trinken mit allen Sinnen - auch mit Fingerfood?!" ein. Mehr als 40 Küchen-, Hauswirtschafts-, Pflege- und Betreuungskräfte vertieften bei der Veranstaltung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth und Ansbach ihr Wissen in Theorie und Praxis.

Diesen Workshop bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage wieder an.

Kontakt

Ansprechpartnerin

Marianne Kraus
AELF Fürth
Jahnstraße 7, 90763 Fürth
Telefon: +49 911 99715-307
Fax: 0911 99715-600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de