26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"
Festakt für die Golddörfer Lam und Ursensollen

Referent am Rednerpult

Beim 26. Bundeswettbewerb 2016 - 2019 "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" traten regierungsbezirksweit 13 Ortschaften an. Als Bezirkssieger hat die Bezirksbewertungskommission zwei Orten gleichrangig die Goldmedaille im Rahmen eines Festaktes im Oktober 2017 zuerkannt: Lam im Landkreis Cham und Ursensollen im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Der Bundeswettbewerb wurde in der Oberpfalz vom Gartenbauzentrum (GBZ) Bayern Mitte am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth organisiert. Die Präsentation des "Golddorfes" Ursensollen und die Ehrung der Siegerorte des Oberpfälzer Bezirksentscheides 2017 fand anlässlich eines Festaktes statt.
Zweimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze
Diese beiden "Golddörfer" haben sich für den Landesentscheid in Bayern im Sommer 2018 qualifiziert. Eine Silbermedaille erhielten Atzmannsricht im Landkreis Amberg-Sulzbach, Aumbach im Landkreis Cham, Eilsbrunn im Landkreis Regensburg, Herzogöd im Landkreis Tirschenreuth, Penting im Landkreis Schwandorf, Raubersried im Landkreis Cham sowie Schirmitz im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab. An vier Teilnehmerorte ging eine Bronzemedaille: Ammerthal im Landkreis Amberg-Sulzbach, Burggriesbach im Landkreis Neumarkt i. d. OPf., Hermannsberg im Landkreis Neumarkt i. d. OPf. und Steinberg am See im Landkreis Schwandorf. Zusätzlich vergab die Bezirksbewertungskommission je einen Sonderpreis an die Orte Atzmannsricht, Herzogöd und Raubersried.
Golddorf Ursensollen
Josef Hofbauer, Leiter der Bezirksbewertungskommission und Leiter des Gartenbauzentrums Bayern Mitte am AELF Fürth, begrüßte zahlreiche Ehrengäste sowie die Bürger der oberpfälzer Siegerorte zur Abschlussfeier im Bezirksentscheid 2017 im Amberger Congress Centrum. Er dankte dem Bürgermeister der Gemeinde Ursensollen und den Dorfbewohnern für die engagierte Präsentation ihres "Golddorfes" sowie Richard Reisinger, Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach, für die Ausrichtung des Empfangs vor der anschließenden Ehrung der Siegerorte der Oberpfalz.
44 Orte und 13 Ortschaften nahmen teil
Auch den Jurymitgliedern der Bezirksbewertungskommission galt seine besondere Anerkennung. Sie leisten eine großartige, in den meisten Fällen ehrenamtliche, Tätigkeit für den Wettbewerb. In seiner Festansprache betonte Albert Füracker, Staatssekretär im Staatsministerium für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, dass der Dorfwettbewerb so aktuell sei, wie damals bei seiner Gründung im Jahre 1961. Die 44 teilnehmenden Orte auf Kreisebene und 13 Ortschaften auf Bezirksebene könnten mit Stolz und Zufriedenheit auf ihre Leistungen blicken und eine erfolgreiche Bilanz ziehen. "Ihnen brauche ich nicht erklären, was Heimat bedeutet".
Der Dorfwettbewerb wolle nicht nur Menschen motivieren, ihr Wohnumfeld aufzuwerten, sondern fördere auch soziale und kulturelle Netzwerke. "Vielen Dank dafür, dass Sie unsere Bayerische Heimat immer wieder zu dem machen, was sie ausmacht", bekräftigte Füracker am Ende seiner Rede. "So sehen Sieger aus", mit diesen Worten begann der stellvertretende Bezirkstagspräsident Volker Liedtke sein Grußwort. Der Gewinn für die Ortsgemeinschaft sei immer unglaublich groß. Er wünsche den beiden "Golddörfern" Lam und Ursensollen im Landeswettbewerb 2018 viel Erfolg.
Heimat als Anker für das Leben
"Wir freuen uns für Sie alle, dass Sie die Oberpfalz in ihrer Attraktivität erhöht haben", so Landrat Richard Reisinger. Ganz getreu dem Marketingslogan "Oberpfalz, da schau her!". Martin Preuß, zweiter Bürgermeister der Stadt Amberg, freute sich, dass Ursensollen als Nachbarort von Amberg eine Goldmedaille im Dorfwettbewerb gewonnen habe. "Heimat ist ein Anker für das Leben auf den Dörfern", so Preuß.
Nach der Siegerehrung durch Staatssekretär Albert Füracker erhielten drei Orte als Sonderpreis je eine Zerreiche vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. (VGL), vom Bayerischen Bauernverband (BBV) sowie vom Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege Oberpfalz. VGL-Bezirksvorsitzender Georg Weißmüller überreichte eine Zerreiche an Herzogöd als Auszeichnung für das Bewahren und Vermitteln des kulturlandschaftlichen Erbes. Der Baum sei eine Anerkennung für die schöne Gestaltung des Dorfbildes.
Lehrpfad mit Bäumen des Jahres
Die Dorfgemeinschaft habe im Rahmen des Wettbewerbs einen Baumpflegekurs absolviert und falle durch eine hoch motivierte Gartengestaltung auf, so Weißmüller. Josef Wutz, BBV-Präsident Oberpfalz, und Bezirksbäuerin Rita Blümel überreichten den Sonderpreis an Atzmannsricht für wesentliche Beiträge der Landwirte zur Ortsrandgestaltung. Willibald Gailler, Landrat und Bezirksverbandsvorsitzender für Gartenbau und Landespflege, überreichte ebenfalls eine Zerreiche an Raubersried und lobte den Ort für die beispielhafte Anlage eines Lehrpfades mit "Bäumen des Jahres".
Der ländliche Raum habe nicht nur eine Zukunft, sondern es werde zukünftig ein Privileg werden, in Dörfern zu leben, so die Schlussworte von Bürgermeister Franz Mädler. Er dankte dem Gesangsduo Mühlbauer-Neumaier sowie der Musikkapelle Ursensollen für die musikalische Umrahmung der gelungenen Festveranstaltung.

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