Workshops und Informationsveranstaltungen
Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen

Gerade im Alter kann die Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit ausüben und damit das Wohlbefinden und die Lebensqualität fördern.

Beim Thema Verpflegung in stationären Einrichtungen tauchen immer wieder spezielle Frage- und Problemstellungen auf. In den Einrichtungen leben meist pflegebedürftige Menschen mit verschiedenen Gebrechen und Krankheiten. Eine bedürfnis- und bedarfsgerechte Verpflegung ist eine große Herausforderung. Wir bieten Ihnen hierzu Veranstaltungen an, die sich in Theorie und Praxis an Küchenleiter und Verpflegungsverantwortliche sowie Heim- und Pflegedienstleiter richten.

Speiseplanung

Speiseplanung für Senioren – ein Spagat im Küchenalltag

Seniorin und Koch sprechen über ausgebreiteten Speiseplan
Sie legen Wert auf eine gesundheitsförderliche, abwechslungsreiche und schmackhafte Verpflegung und wollen das Speisenangebot Ihrer Einrichtung optimieren? Sie möchten die kritischen Punkte erkennen und neue Anregungen erhalten? Dann sind Sie bei diesem Workshop genau richtig. Wir stellen verschiedene Checklisten zur Speiseplanbewertung vor und besprechen deren Einsatz. Gemeinsam werden Verbesserungsvorschläge gesammelt und Ideen für die praktische Umsetzung erarbeitet. Dabei betrachten wir vor allem das Speisenangebot für die rüstigen Senioren, die noch keine Sonderkostformen benötigen. Auch die Schwierigkeiten bei der Speiseplanung und der tägliche Spagat zwischen Kosten und Anforderungen werden Thema sein.
Es bleibt außerdem Zeit zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Unser Workshop

  • erläutert Grundlagen der Speiseplanung in Anlehnung an den Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
  • zeigt wie der eigene Speiseplan mit Hilfe von Checklisten bewertet werden kann.
  • gibt Impulse zur praktischen Umsetzung von neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen.
  • bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit Fachkolleginnen und -kollegen.
Donnerstag, 27.09.2018 • 14.00 bis 17.00 Uhr
Walderlebniszentrum, Erlangen - Tennenlohe

Dysphagie

Genussvoll essen bei Kau- und Schluckstörungen

Fleisch mit Kartoffelpüree und Gemüse
Die Verpflegung von Menschen mit Kau- und Schluckstörungen, auch im Zusammenhang mit Demenz, fordert Verpflegungsverantwortliche und Einrichtungen zunehmend heraus. Etwa 30 bis 40% der Pflegeheimbewohner und ca. 50% der Patienten mit neurologischen Erkrankungen sind von Dysphagie betroffen. Allerdings bleibt dies bei mehr als der Hälfte der Fälle unerkannt. Mangelernährung, Atemwegsinfekte und Lungenentzündungen können die Folgen sein.
Mit geeigneten Kostformen und pflegerischer Unterstützung können Sie Ihren Bewohnern/Patienten attraktive Mahlzeiten anbieten, das Essen und Trinken erleichtern und so die Lebensqualität verbessern.

Rückblick

Im Juni 2018 veranstaltete das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Mittelfranken den interdisziplinären Workshop "Genussvoll essen bei Kau- und Schluckstörungen". 22 Fachkräfte aus den Bereichen Küche, Hauswirtschaft und Pflege vertieften ihr Wissen in Theorie und Praxis am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth.
Komplexer Vorgang Schlucken
Ingrid Visser, Lehrlogopädin an der Berufsfachschule für Logopädie der Uniklinik Erlangen, referierte über den komplexen Vorgang des Schluckens. Anhand von Filmen zeigte sie anschaulich den Schluckvorgang bei gesunden Menschen und bei einem Schlaganfallpatienten. Dabei ging sie besonders auf die Gefahr der Aspiration ein, also wenn Speisebrei beim Schlucken nicht in die Speiseröhre sondern in die Luftröhre gelangt. Diese Fehlleitung führt zu den gefürchteten Lungenentzündungen, eine der häufigsten Folgen einer (nicht erkannten) Dysphagie neben Mangelernährung, Gewichtsverlust und Austrocknung.
Küchenpraxis mit Herbert Thill
Herbert Thill, Heimkoch und smoothfood-Experte, bereitete attraktive, sinnliche und sich zu schluckende Gerichte zu, die mit den früher gegebenen Einheitsbreien nichts mehr zu tun hatten. Stattdessen kommen heute Spritzbeutel, Formen oder Aufschäumer zum Einsatz, um die pürierten und passierten Speisen wieder in Form zu bringen und optisch so anzurichten, dass sie Lust aufs Essen machen.

Demenz

Ernährung von demenzkranken Menschen

Teller mit Hähnchenschnitzel, Gemüse, Tomatensauce und Kartoffelgratin
Fast 20 % der über 65-Jährigen leiden heute schon an Demenz. In stationären Senioreneinrichtungen sind rund 50 % der über 85-Jährigen an Demenz erkrankt. Für die Pflege und Verpflegung demenzkranker Menschen brauchen Verantwortliche viel Einfühlungsvermögen und spezielles Know-how. Gerade im Bereich der Ernährung können wir heute viele Erleichterungen bieten und so die Lebensqualität verbessern. Wir möchten Sie an diesem Nachmittag für das Thema sensibilisieren und anhand von Praxisbeispielen aufzeigen, wie die Verpflegung bei Demenz aussehen kann.

In unserem interdisziplinären Workshop

  • erhalten Sie Informationen zum Erkrankungsbild und den damit einhergehenden Veränderungen im Ernährungsverhalten.
  • erfahren Sie, welche Einschränkungen demenzkranke Menschen im Bereich der fünf Sinne (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen) beim Essen haben und wie wichtig daher das Essen und Trinken mit allen Sinnen ist.
  • bereiten Sie in der Küche geeignetes Fingerfood zu und diskutieren Einsatzmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile.
  • nehmen Küchen-, Pflege- und Betreuungskräfte gemeinsam teil, um die Zusammenarbeit in der Einrichtung zu optimieren.

Mitmach-Stationen zum Thema "Essen und Trinken mit allen Sinnen"

Rückblick
Im April 2018 lud das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Mittelfranken zweimal zum interdisziplinären Workshop "Ernährung bei Demenz – Essen und Trinken mit allen Sinnen - auch mit Fingerfood?!" ein. Mehr als 40 Küchen-, Hauswirtschafts-, Pflege- und Betreuungskräfte vertieften bei der Veranstaltung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth und Ansbach ihr Wissen in Theorie und Praxis.

Mangelernährung

Mangelernährung im Alter

Faltige Hände liegen in jungen Händen

© Africa-Studio - fotolia.com

Mangelernährung ist in stationären Senioreneinrichtungen und auch in Krankenhäusern weit verbreitet. Wodurch kommt diese Mangelernährung zustande? An welchen Nährstoffen fehlt es besonders häufig? Was kann man dagegen tun?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Veranstaltung Mangelernährung in Theorie und Praxis. Ursachen und Therapie sowie Hilfestellungen für das Erkennen und Versorgen betroffener Bewohner werden mit Fachkräften aus Küche, Hauswirtschaft und Pflege besprochen und ausprobiert.
Inhalt

In unserem interdisziplinären Workshop

  • möchten wir Sie für die Problematik und Folgen der Mangelernährung sensibilisieren.
  • erarbeiten Sie anhand von Fallbeispielen aus der Pflege Ursachen für eine Mangelernährung und entwickeln im Team – Pflege und Küche – Lösungsstrategien für ein erfolgreiches Ernährungsmanagement.
  • erfahren Sie, wie Sie Speisen nicht nur mit Energie sondern auch mit kritischen Nährstoffen (Eiweiß und Mikronährstoffe) anreichern. Der Fokus in der Küchenpraxis liegt dabei auf dem geschickten Einsatz natürlicher Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte. Sie erarbeiten gemeinsam, wie Sie diese in das tägliche Speisenangebot integrieren und Rezepturen einfach aber wirkungsvoll abändern können.
  • nehmen Pflege- und Küchenfachkräfte gemeinsam teil, um die Zusammenarbeit in ihrer Einrichtung zu optimieren.
Rückblick

86 Teilnehmer vertiefen ihr Wissen

Mangelernährung ist in stationären Senioreneinrichtungen und in Krankenhäusern weit verbreitet. Aus diesem Grund sind in einer Einrichtung alle Beteiligten gefordert – denn nur durch das Arbeiten im Team kann Mangelernährung erkannt, entgegengewirkt und vorgebeugt werden.
Das Fachzentrum Ernährung Gemeinschaftsverpflegung Mittelfranken lud 2017 viermal zum interdisziplinären Workshop "Mangelernährung im Alter – erkennen, entgegenwirken, vorbeugen" ein. Um die Zusammenarbeit zum Wohle der Bewohner zu verbessern, nahmen Küchen-, Pflege- und Wohnbereichskräfte gemeinsam teil. Bei den Veranstaltungen an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth, Fürth und Ansbach sowie der Inhouse-Schulung des Diakonischen Werks Bad Windsheim vertieften insgesamt 86 Teilnehmer in Theorie und Praxis ihr Wissen zum Thema Mangelernährung.
Neuer Termin ist für 2019 geplant.

Kontakt

Ansprechpartnerin

Marianne Kraus
AELF Fürth
Jahnstraße 7, 90763 Fürth
Telefon: +49 911 99715-307
Fax: 0911 99715-600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de